Preisargumentation

Praktische Preisargumentation kann man nicht theoretisch erlernen. Zur Preisargumentation gehört das aktive Zusammenspiel mit dem Kunden. Schließlich ist jeder Kunde anders. Was ihnen allen gleich ist, ist das Wissen, dass die Argumentation der Preise bei vielen Verkäufern der entscheidende Schwachpunkt ist.

In mehreren Workshops haben wir daher Einkäufer und Verkäufer gemeinsam an den Tisch gebracht. Natürlich nicht die echten Verhandlungspartner, sondern immer artverwandte Einkäufer, z.B. Automotiv und Druckindustrie oder Dienstleistungen aus dem Bereich Facility Management und
Software.

Die Kernfrage beim Thema Preisargumentation besteht aus unserer Sicht darin “Will ich mich auf die Forderungen des Kunden einlassen, oder welche Alternativen habe ich.” In der Regel heißt eine der ersten Alternativen Umsatzschwund, weil Sie dann auf Distribution bzw. Umsatz verzichten.

Für ein wachsendes Unternehmen oder ein gefährdetes Unternehmen ist diese Situation schwer zu ertragen. Sie werden diese Bedrohung nur lösen, wenn Sie in der Lage sind, Alternativen zu diesem Kunden bzw. Vertriebspartner zu entwickeln.

Deswegen hier abschließend zum Thema Preis und Preisargumentation einige Tipps, wie Sie Ihre eigene Preisargumentation im direkten Kundenkontakt verbessern und die
Kundenbindung mittelfristig erhöhen.

1. Preisstrategie Verzögerungsmethode

Sie vermeiden es, schon frühzeitig vom Preis zu reden. Sie verdeutlichen erst den Produktnutzen und nennen den Preis “noch später". Solange der Kunde die Vorteile Ihres Angebots nicht akzeptiert, wird er jeden Preis als ,,zu teuer" empfinden! (Verzögerung auch bei Zusagen! Ein sofort gemachtes Zugeständnis erscheint nicht wertvoll und untergräbt die Glaubwürdigkeit.)

2. Preisstrategie Butterbrot-Methode

Sie zählen die Kundenvorteile (nochmals) auf und “legen dann den Preis darauf” oder umgekehrt: Sie nennen den Preis und verdeutlichen gleich anschließend (nochmals den Nutzen, z.B.: ,,15.000,- EURO, dafür haben Sie folgende Vorteile...”

3. Preisstrategie Sandwich-Methode

Sie packen den Preis zwischen zwei Nutzenbündel,
z.B. Kernnutzen 1 - Preis – Kernnutzen 2.

4. Preisstrategie Relativierungs-Methode

Sie stellen den Preis in Relation: zum Nutzen, zur Wertschöpfung, zur Nutzungsdauer, zu anderen Preisen (z.B. Wiederverkaufspreis) etc.
“Wenn Sie bedenken, wie viel andererseits ..."

5. Preisstrategie Differenzmethode

Sie reden nicht vom absoluten Preis, sondern nur von der Preisdifferenz, z.B. Differenz zwischen Ausführung A und Ausführung B bzw. vom Aufzahlungsbetrag.

6. Preisstrategie Divisions-Multiplikations-Methode

a) Sie verkleinern den Preis bzw. die Preisdifferenz durch Division, z.B.;
“15.000,- EURO pro Jahr, das ist bei 260 Arbeitstagen so ungefähr 58 EURO pro Tag oder etwas mehr, als der Stundenlohn, den Sie in Ihrer Kfz-Werkstatt für eine Monteurstunde bezahlen.”

b) Sie verdeutlichen den Vorteil durch Multiplikation, z.B.; ,,Wenn Sie bei einem Aufwand von 15.000,- EURO sofort sehen können, wie viel Geld Sie sparen, wenn Sie alle Rechnungen mit Skonto bezahlen, dann bringt Ihnen die bessere Liquiditätssteuerung schon mehr ein, als das ganze System kostet.”

7. Preisstrategie Nachteilargumentation

Sie zeigen auf, welche Nachteile mit einem niedrigeren Preis (einer Reduktion) verbunden wären; z.B. nicht so viele User, längere Einführungszeiten, weil die User nicht entsprechend geschult werden können etc.

8. Preisstrategie Zugabe-Methode

Statt eines Barnachlasses machen Sie andere Zugeständnisse, z.B. zusätzliche Reports, zusätzliche Schulungstage....

9. Preisstrategie Zugeständnis für Zugeständnis

Sie gewähren eine Preisreduktion nur bei gleichzeitig größerem Zusatz- oder Folgeauftrag.

Alternative zur Preisargumentation - Optimieren Sie Ihre Kundenstruktur und überarbeiten Sie mit unserer Arbeitshilfe ihr Vertriebskonzept


Sie stehen vor harten Preisverhandlungen und ihr Kunde weiß, dass er ihr wichtigster Kunde ist? Dann wird es schwierig. Wir drücken Ihnen die Daumen.
Inwieweit haben Sie schon mal wirklich den Markt nach Alternativen abgesucht. Wie sieht überhaupt ihr Vertriebskonzept au? Wie wichtig ist für Sie inzwischen das Internet als Absatzmarkt?
Nutzen Sie doch einfach dafür unseren Fragenleitfaden zur Erstellung eines eigenen
Vertriebskonzepts. Dieser ist besonders gut geeignet für Unternehmen die von ihren Kunden permanent in Preisgespräche gezwungen werden und denen im Bereich Preisargumentation nicht so viel Luft bleibt.
Sie erhalten darin praktische Anweisungen und Tipps, für die Entwicklung bzw. Optimierung Ihrer eigenen Vertriebsprozesse. Einen Auszug finden Sie, wenn Sie oben das verkleinerte Deckblatt zur Studie anklicken.

Vertriebskonzept
Für eine Bestellung der Arbeitshilfe sowie anderer ergänzender spannender Werkzeuge für den technischen Vertrieb gehen Sie einfach in unseren Shop.


Dort finden Sie auch alle Infos zur Rechnungsstellung, Lieferung usw.
Und für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen auch gern telefonisch zur Verfügung. Rufen Sie an unter

05723 - 98 98 601.

Preisargumentation