Filialsharing – neue Antworten fürs eigene Vertriebskonzept

Filialsharing – manchmal gibt es ganz einfache Antworten bei der Optimierung des eigenen Vertriebskonzepts. Man muss sich nur trauen, ein bestehendes Vertriebskonzept neu zu überdenken.

Was ist der Hintergrund:

Viele Regionalbanken – also insbesondere Sparkassen und Volksbanken – stehen vor der Frage, wie sie ihr in der Regel kostenträchtiges Filialnetz sinnvoll weiter betreiben. Betriebswirtschaftlich lässt sich das kaum rechnen. Auf der anderen Seite besteht ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor gegenüber den Geschäfts- und Internetbanken ja gerade in diesem weit verzweigtem Filialnetz.

Neues Vertriebskonzept nicht nur für Volksbanken und Sparkassen

Neues Vertriebskonzept als Filialsharing – Kostendruck macht es möglich

Die Antwort wurde nun im ausgerechnet im schwäbischen Ettenbeuren gefunden. Auch dort stand die regionale Sparkasse vor der Frage, den Standort aufgeben oder eine andere, kreative Lösung entwickeln.

Die Lösung wurde in Zusammenarbeit mit de regionalen Volksbank gefunden. Nun sollte man wissen, dass Volksbanken und Sparkassen ähnliche Geschäftsmodelle betreiben. Und aus diesem Grund sehen beide Gruppen sich gegenseitig im Wettbewerb. Zumal die dazugehörigen Verbände – also Sparkassenverband und Verband der Volksbanken – nicht wirklich wohlwollend zueinander stehen.

Doch bereits in den letzten Jahren gab es immer mal wieder den verbandsübergreifenden Austausch. Und hier wurde nun vor Ort eine ganz praktische Lösung gefunden.

Filialsharing – morgens die Sparkasse – nachmittags die Volksbank

Um diese Lösung allerdings zu realisieren, mussten alte Denkmuster aufgelöst und neue Wege gefunden werden. Denn was so einfach klingt – Filialsharing – stellt Altes in Frage. Wie werden die Kunden reagieren? Wie gestaltet sich die praktische Zusammenarbeit vor Ort? Was wird der Verband und die Politik zu diesem Modell des Filialsharing sagen?

In Bayern war schon immer einiges möglich, was im Rest der Republik undenkbar ist - oder wäre???

interessantes Vertriebskonzept für Servicedienstleister in der Region

Also nicht Filesharing sondern Filialsharing ist eine Antwort für das Kostenproblem vieler regionaler Finanzdienstleister. Dies setzt allerdings wirkliche Bereitschaft voraus, Bestehendes in Frage zu stellen und nicht nur beim Vertriebskonzept sondern auch im Miteinander neue Wege zu gehen. Das, was mehr als 50 Jahre erfolgreich funktioniert hat, ist keine Gewähr dafür, dass es die nächsten ein oder zwei Jahre überlebt.

Wie hat es mal ein amerikanischer Kollege so schön ausgedrückt: Wir sollten lernen den Wandel zu lieben, denn er ist das einzig Beständige. Dies gilt nicht nur sondern ganz besonders für Fragen rund um das eigene Vertriebskonzept.

 

 

Harald Weber

Autor: Harald Weber

Gründer und Inhaber von b2b Marketing Unternehmensberatung aus Bad Nenndorf bei Hannover

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